SEO Tipps von 10 Top Speaker – Recap der Search Conference 2014 in Frankfurt

SEO Tipps von 10 Top Speaker - Recap Search Conference

Am 10.11.2014 fand die Search Conference in Frankfurt am Main statt. Auf dieser Fachkonferenz ging es um Suchmaschinenoptimierung und Suchmaschinenmarketing. Es gab insgesamt zehn Fachvorträge und eine Podiumsdiskussion mit vielen Top Speaker.

Während der Konferenz hatte ich die Möglichkeit einige Speaker persönlich kennenzulernen. Da ich von vornherein vor hatte einen Artikel in unserem Blog über die wichtigsten Erkenntnisse / Neuigkeiten aus der Search Conference zu schreiben, habe ich einige Speaker gefragt, ob Sie nicht Lust hätten mir einige Fragen zu beantworten, wobei wertvolle Tipps weitergegeben werden können.

Daraus ist ein ganz besonderer „piece of content“ entstanden, geballt mit vielen wertvollen SEO / SEM Tipps der Top Speaker. Viel Spaß beim lesen und teilen der Tipps.

Local SEO

Björn Tantau

Bjoern TantauBjörn Tantau ist SEO Spezialist der TESTROOM GmbH sowie Blogger, Autor, Speaker, Social-Media-Experte, Berater und Trainer. In seinem Blog findest du regelmäßig sehr gute Posts, unter anderem über Social-Media und SEO. Er hat in der Konferenz über Local SEO referiert und hat aufgezeigt welche Strategien am besten in der lokalen Suchmaschinenoptimierung funktionieren. Meine Fragen an Björn:

1) Was sind, Deiner Erfahrung nach, die aktuell wichtigsten Top 5 Local SEO Faktoren, die deutsche lokale Unternehmen beachten sollten, damit sie in den Google Packs weit oben ranken?

1. Konsistenz: Je genauer und vollständiger vor allem die Daten zum lokalen Umfeld (NPA) sind, desto besser das Ranking in der lokalen Suche. “Name, Phone and Address” müssen auf der Website möglichst überall abgebildet sein, gleiches gilt natürlich für öffentliche Profile in sozialen Netzwerken. Der Grad der Konsistenz entscheidet meiner Ansicht nach sehr stark über Erfolg und Misserfolg bei Local SEO.

2. Menge der Bewertungen: Die Anzahl der Bewertungen spielt auf jeden Fall eine Rolle – je mehr positive Bewertungen, desto besser… WENN diese Bewertungen auch qualitativ hochwertig und nicht sofort als manipuliert erkannt werden.

3. Qualität der Bewertungen: Ausführliche Bewertungen von Leuten, die grundsätzlich viel und oft hochwertig bewerten, verbessern das Ranking in der lokalen Suche. Dabei greift Google auch auf externe Quellen zu, wie zum Beispiel auf Berwertungen von Yelp oder auch Facebook.

4. Entfernung einer Location zum (Branchen-)Zentrum: Je näher sich eine Location an einem wichtigen Zentrum (Zentrum der Stadt, eines Stadtteils oder eines Branchen-Zentrums) befindet, desto besser. Google unterstellt, dass sich in der Nähe von Zentren mehr Geschäfte befinden – was ja in der Regel auch so ist. Gleiches gilt aber auch für Branchen-Zentren. Gibt es also zum Beispiel eine bekannte Ansammlung von Möbel-Läden in einer gewissen Region, dann ist es nicht clever, den eigenen Möbel-Laden am anderen Ende der Stadt zu eröffnen – zumindest nicht aus Sicht der lokalen Suche.

Entfernung eines Standortes zum Stadtzentrum

Entfernung des Standortes eines Unternehmens zum Stadtzentrum

Entfernung des Standortes eines Unternehmens zum Zentrum eines Stadtteiles

Entfernung des Standortes eines Unternehmens zum Zentrum eines Stadtteiles

Entfernung des Standortes eines Unternehmens vom Branchenzentrum
Entfernung des Standortes eines Unternehmens vom Branchenzentrum

5. Entfernung des Suchenden zur Location: Ebenfalls wichtig ist die jeweilige Entfernung der suchenden Person vom anvisierten Ziel. Google will mit seiner lokalen Suche dafür sorgen, dass das bestmögliche Ergebnis präsentiert wird – das kann auch das Ergebnis sein, das in unmittelbarer Nähe liegt.

2) Das Pigeon-Update wurde von Google im Juli 2014 ausgerollt. Seitdem sind lediglich Suchanfragen auf Google.com in englischer Sprache betroffen. Hierbei hat sich das Update bei manchen Branchen sehr stark auf die lokalen Suchergebnisse ausgewirkt, was bei vielen local SEOs für Verwunderung und Skepsis gesorgt hat. Wann rechnest Du, dass es auch in Deutschland ausgerollt wird und welche Bedeutung hätte dies für die lokale Suche in Deutschland?

Schwer zu sagen, wann das Pigeon-Update auch bei uns kommt. Wenn es allerdings ausgerollt wird, dann gibt es auch bei uns Veränderungen, die einigen Webmastern nicht gefallen werden.

Aus den Erfahrungen, die man mit dem Update in den USA machen konnte, ist zum Beispiel deutlich geworden, dass die Bewertungen von Kunden immer wichtiger werden. Das wird dann auch für uns bedeuten, dass man sich noch mehr darum bemühen muss, die eigenen Kunden zufriedenzustellen und eine möglichst hohe “User Experience” zu bieten.

Wer sich darauf konzentriert und seine zufriedenen Kunden aktiv zu positiven Bewertungen motiviert, wird meiner Ansicht nach vom Pigeon-Update profitieren und muss sich keine Sorgen machen.

Im Blog-Artikel „Wichtigkeit von Local SEO für lokale Unternehmer“ kannst du mehr über dieses Thema erfahren.

 

Content Marketing im Linkbuilding

Florian Elbers

Florian ElbersFlorian Elbers ist SEO-Manager bei autobild.de & computerbild.de sowie Speaker und Blogger. In seinem Vortrag hat er einige lohnenswerte Beispiele von Linkaufbau in Zusammenhang mit Content Marketing präsentiert. Mehr über Florian kannst du auf seiner Seite www.florianelbers.de erfahren. Meine Fragen an Florian:

1)      Wie sollte ein kleines oder mittelständisches Unternehmen beim Produzieren von Content, im Rahmen des Linkbuildings, strategisch vorgehen?

Zuallererst sollten mittelständische Unternehmen sich bewusst werden, für welche Keywords sie ranken und damit gefunden werden möchten und können. Dazu sollten sämtliche Produktbezeichnungen, Anwendungsformen, Dienstleistungen und ihre Synonyme zusammengetragen werden und mit Hilfe des Google Keyword Planners auf ihr Suchvolumen hin evaluiert und priorisiert werden.

Dann sollten diese Keywords durch das sehr nützliche Keywordtool keywordtool.io gejagt werden, welches sämtliche Vorschläge aus Google Suggest anzeigt. Damit kann man dem aktuellen holistischen Ansatz der Optimierung gerecht werden, welches bedeutet, dass ich meine Inhalte nicht mehr nur für ein Hauptkeyword, sondern auch für sämtliche starken Nebenkeywords optimiere.

Beispiel: Um für „iphone 6“ zu ranken, sollte man auf der eigenen Landingpage nicht wie vor 10 Jahren noch das Keyword möglichst oft wiederholen, sondern auch Inhalte, wie z. B. Absätze in einem langen Text, über angrenzende Keywords wie “iphone 6 preis“, “iphone 6 erscheinungsdatum“ und “iphone 6 größe“ erstellen.

Damit stärkt man das Ranking für das Hauptkeyword und kann gleichzeitig vom Suchvolumen der Nebenkeywords ebenso noch Traffic abgreifen. Zudem bietet der erstellte Inhalt dem User dann einen echten Mehrwert, indem er sämtliche wichtigen Fragen zum Produkt beantwortet.

Strategisches Linkbuilding sollte auf dem Prozess der Contenterstellung aufsetzen. Hier sollte nach den üblichen ersten Schritten Kunden, Lieferanten und Geschäftspartner um eine Verlinkung zu bitten, versucht werden den eigenen Inhalt zu seeden, also per E-Mail oder Social Media andere darauf aufmerksam machen.

Bei der Erstellung der Inhalte sollte stets der Anspruch gelten, den besten Text zum Thema im Internet zu erstellen. Wer dies für sich behaupten kann, der darf auch gern die Öffentlichkeit bzw. andere Websitebetreiber darauf aufmerksam machen.

Google mag keine Links die man baut (wie in „Linkbuilding“), sondern Links die man verdient. Um etwas zu verdienen, muss man immer auch etwas anbieten. In diesem Fall ist dies das Wissen, die Expertise und die Erfahrung Ihres Unternehmens – teilen Sie es und lassen Sie andere davon profitieren!

2)      Was sind Deine Best Practice Erfahrungen im Content-Marketing? Gibt es Content, das unabhängig der Zielgruppe, immer ganz gut funktioniert?

Unsere besten Erfahrungen im Content Marketing haben wir mit Inhalten gemacht, die wir dezidiert für eine bestimmte Zielgruppe erstellt haben. Wie ein Jäger mit seiner Beute, haben wir uns in die Zielgruppe hineinversetzt und überlegt, was ihnen einen richtigen Mehrwert bieten könnte und in welcher Form dies am besten realisiert werden sollte, z. B. einem eBook, einem Tool oder einem Video.

Dann haben wir die potentiell linkgebenden Websites direkt angesprochen, je nach Größe und Bekanntheit der Seite umso personalisierter, z. B. per Telefon oder Mail.

Dabei haben wir nicht explizit auf einer Verlinkung bestanden, sondern um eine Erwähnung in jedweder Form gebeten, d.h. auch eine Mention auf der Facebookseite des Ansprechpartners kann ein Erfolg sein.

Mit dieser Methode haben wir schon viele Links aufgebaut, die mit Geld gar nicht zu bekommen wären, vor allem auch von Websites die bisher noch nicht in Erwägung gezogen hätten uns zu verlinken.

Beispiel Content-Marketing

Dies ist ein Beispiel von kreativem Content von autobild.de, welches Florian in seiner Präsentation gebracht hat. Hierbei wurde eine Landing –Page zum Thema „Mit dem Haustier unterwegs“ erstellt, in dem man sich ein mehrseitiges PDF-Dokument zu diesem Thema herunterladen kann.

Kombination von SEO und Offline-Marketing

Andrés Tapia Almansa

Andres Tapia AlmansaAndrés Tapia Almansa hat Psychologie studiert und ist Head of SEO bei der Mister Spex GmbH. In seiner Präsentation hat er den Zusammenhang und den Effekt von Offline Marketing auf SEO, anhand von praktischen Beispielen bei Mister Spex, aufgezeigt. Meine Fragen an Andrés:

1) Was für ein Effekt hat TV-Werbung auf den SEO-Traffic eines Unternehmens?

Der Effekt auf SEO, SEM und auf den direkten Traffic ist wirklich erheblich. Als erstes hat man einen klaren 5 – 10 Minuten Impact und dann, abhängig wie bekannt die jeweilige Marke ist, die Performance des TV-Spots und einiger anderer Faktoren,  kann man eine Menge an non-brand Impressions verzeichnen.

Hierbei sollte dann daran gearbeitet werden, dass dieser Traffic zu der eigenen Seite führt und nicht zur Konkurrenz.

Offline Marketing Impact auf SEO Traffic

2) Hast Du auch Erfahrungen mit anderen Offline-Marketing-Aktionen (wie z.B. Radio-Werbung) in Bezug auf SEO-Traffic gemacht?

Die größte Erfahrung habe ich hierbei mit normalen Gutscheinen und Advertorials in offline Magazinen gemacht. In diesen Fällen  ist die beste Lösung Gutscheincodes zu verwenden, damit man sehr einfach den Impact der Kampagne messen kann.

Egal welchen Offline-Kanal man nutzt, wird man am Ende einen Markeneffekt haben und den Effekt wird man auch bis auf einige Wochen später bemerken.

Das Interessante dabei ist, dass viele Leute den Namen deiner Marke vergessen, sich aber an dein USP oder deiner wichtigsten Botschaft erinnern werden. Somit sollte man dafür bereit und in SEO und SEA gerüstet sein, damit man keinen Traffic verliert.

Mehr Reichweite durch Online-Videos auf YouTube

Hendrik Unger

Hendrik UngerHendrik Unger ist Head of Social Media bei netspirits Online Marketing und ist auch Social Media Experte, Video-Trainer, Buchautor, Speaker und Dozent. In seinem Vortrag hat er über die Bedeutung und Zukunft des Online-Video Marketings auf YouTube berichtet. Er ist hierbei auf Strategie und Rankingfaktoren für Video-SEO eingegangen. Meine Fragen an Hendrik:

1) Wie können kleine und mittelständische Unternehmen von Online-Videos bzw. Video-SEO profitieren?

Sie können YouTube Videos einsetzen, um Ihr Produkt, Ihr Unternehmen oder Sie als Personen im Internet bekannt zu machen. Ihre Videos verbreiten sich blitzschnell und Sie erhalten sofort eine hohe Reichweite.

Mit den richtigen Video-SEO-Kenntnissen ranken Sie sehr schnell auf den ersten Plätzen. Wenn Sie das Video-SEO-Handwerk perfekt beherrschen, gezielt im Netz Video-Inhalte zu streuen, dann lässt der Erfolg nicht lange auf sich warten. Das schnelle Erreichen einer großen und günstigen Reichweite und die Nutzung von YouTube als bekannteste Video-Plattform machen den Reiz für KMU’s aus, mit Online-Video-Marketing zu betreiben.

Mit YouTube auf Platz eins

2)      Wie kann man die Icons (wie z.B. Telefon oder Häckchen) in der Description eines Videos einfügen, damit der Beitrag mehr Aufmerksamkeit bekommt?

Wichtig ist eine Abgrenzung auf der Suchergebnis-Seiten zur Konkurrenz. Ihr Video-Treffer sollte möglichst der attraktivste sein. Das gelingt mit einer knackigen Headline, einem Custom Thumbnail und Sonderzeichen. Die ersten 3 Zeilen Text einer Video-Description bei YouTube werden in den SERPs angezeigt. Fügt man an dieser Stelle Symbole oder Zeichen ein, kann man den Video-Treffer reizvoller gestalten. Anregungen für Sonderzeichen gibt es hier: copypastecharacter.com

Video-SEO Faktoren

Zusätzlich will ich euch die essentiellsten Stellschrauben im Video-SEO, die Hendrik in seiner Präsentation gezeigt hat, nicht vorenthalten.

Kanal-Trust

  • Frequenz von Video-Uploads
  • Abonnentenzahl
  • Gesamt-Klicks
  • Channel-Alter

Videorelevanz

  • Keywords
  • Video-Thumbnail
  • Videoqualität
  • Raw-Datei-Name
  • Videolänge
  • Videoalter
  • Transkription

Nutzerinteraktion

  • Kommentare
  • Likes
  • Dislikes
  • Absprungrate
  • Durchschnittliche Zuschauerbindung

Social Sharing

  • Video shares auf YouTube, Twitter, Facebook usw.
  • Backlinks und Einbettung
  • Erwähnung in Playlists

Eine sehr große Rolle bei YouTube-Marketing spielen Keywords. Das analysierte und in Frage kommende Keyword für ein Video sollte in Titel, Beschreibung, Tags, Raw-Datei, Einblendungen, Transkript, Kommentaren und ggf. Untertitel vorkommen.

Wer mehr über Social Media Marketing erfahren möchte, kann im Buch von Hendrik Unger “Das Buch zum erfolgreichen Online-Marketing mit YouTube” stöbern. Weitere spannende Veröffentlichungen und Artikel findet ihr auch auf seiner Website: www.hendrik-unger.de

Rechtstipps bei der Suchmaschinenwerbung, Nutzung eines Analytic Tools und Einbindung von Social-Media Plugins

Sabine Heukrodt-Bauer

Sabine Heukrodt BauerRechtsanwältin Sabine Heukrodt-Bauer von der RES MEDIA Kanzlei für IT-Recht, E-Commerce und gewerblichen Rechtsschutz, hat in Ihrem Vortrag wichtige Rechtstipps für die Suchmaschinenwerbung gegeben. Weiterhin ist Frau Heukrodt-Bauer Speaker, Bloggerin und Dozentin für IT-Recht im Masterstudiengang Medienrecht (LL.M.) an der Johannes Gutenberg-Universität in Mainz. Auf Ihrer Website veröffentlicht die Kanzlei sehr informative Booklets zu diversen Themen im Internet-Recht. Meine Fragen an Frau Heukrodt-Bauer:

1) Wie sind die rechtlichen Rahmenbedingungen, wenn man ein lokales Geschäft betreibt und Markenartikeln vertreibt? Darf man fremde Markennamen als Keywords für eine Google AdWords Kampagne buchen und diese auch in den Anzeigentexten verwenden?

Ob man fremde Markennamen als Keywords für Google Adwords-Kampagnen nutzen darf, gilt unabhängig davon, ob der Werbetreibende ein regionales oder überregionales Geschäft betreibt. Grundsätzlich ist es nach aktueller Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs zulässig, fremde Markennamen als Keywords zu buchen, da dadurch die Herkunftsfunktion der Marke nicht beeinträchtigt wird.

Aber: Der fremde Markenname darf nicht im Anzeigentext selbst auftauchen. Und: Wenn durch die Keywordbuchung der Anschein erweckt wird, der Werbetreibende arbeitet mit dem Markeninhaber zusammen, darf das Keyword nicht gebucht werden. Beispiel: Ein Blumenhändler hatte in einem Fall das Keyword „Fleurop“ gebucht, obwohl er dem Fleurop-Vertriebssystem nicht angehört. Da die Allgemeinheit davon ausgeht, dass alle Blumenhändler auch „Fleurop“ angehören, war die Keyword-Buchung hier ausnahmsweise unzulässig.

2) Was muss ein Unternehmen rechtlich beachten, wenn dieses Analyse-Tools (wie Google Analytics) für die jeweilige Website einsetzt?

Es sind insgesamt drei Voraussetzungen zu erfüllen:

1. Vertrag zur Auftragsdatenverarbeitung

Da der Webseitenbetreiber Google die Daten seiner Nutzer liefert, liegt eine „Auftragsdatenverarbeitung“ nach § 11 Bundesdatenschutzgesetz (BDSG) vor. Das Gesetz verlangt, dass der Webseitenbetreiber mit Google einen entsprechenden Vertrag zur Auftragsdatenverarbeitung schriftlich abschließt.

Diesen Vertrag kann man bei Google auf der Seite http://www.google.de/analytics/terms/de.html herunterladen.

2. Datenschutzinformation

Der Webseitenbetreiber muss die Nutzer seiner Website in seiner Datenschutzerklärung über die Verarbeitung personenbezogener Daten im Rahmen von Google Analytics aufklären und auf die Widerspruchsmöglichkeiten gegen die Erfassung durch Google Analytics hinweisen. Hierbei sollte möglichst auf die entsprechende Seite „http://tools.google.com/dlpage/gaoptout?hl=de“ verlinkt werden.

Erforderlich ist also eine umfassende Information des Nutzers in der Seite „Datenschutz“ der Webseite.

3. Ergänzung des Programmcodes

Durch entsprechende Einstellungen im Google Analytics-Programmcode ist Google schließlich mit der Kürzung der IP-Adresse zu beauftragen. Dazu ist auf jeder Internetseite mit Analytics-Einbindung der Trackingcode um die Funktion „_anonymizeIp()“ zu ergänzen. Weitere Details können der technischen Anleitung von Google auf der Seite https://developers.google.com/analytics/devguides/collection/gajs/methods/gaJSApi_gat?hl=de-DE#_gat._anonymizeIp entnommen werden.

Die Code-Einfügung führt dazu, dass Google nur die verkürzte Version der IP-Adresse des Webseitenbesuchers erhält.

4. Die Altdaten, die ohne Einhaltung der genannten Voraussetzungen erlangt wurden, sind zu löschen.

3) Wie sieht es rechtlich bei Social-Plugins (wie Facebook, Twitter usw.) aus? Sollten man hier etwas in den eigenen Datenschutzbestimmungen auf der Website ergänzen?

Das Problem bei Social Plugins ist, dass bei deren Nutzung eine Weitergabe der Daten der Nutzer an die jeweiligen Unternehmen erfolgt. Installiert ein Webseitenbetreiber zum Beispiel den Like-Button von Facebook oder den Teilen-Button von Twitter, werden die Daten direkt an Facebook bzw. Twitter übertragen, ohne dass der Nutzer den Button überhaupt anklicken muss.

Rechtssicher sind diese Tools nur zu nutzen, wenn datenschutzrechtlich diese zwei Voraussetzungen erfüllt sind:

1. Datenschutzinformation

Jede Website benötigt nach § 13 Abs. 1 TMG eine Seite „Datenschutzinformation“ oder „Datenschutz“. Darin hat der Webseitenbetreiber den Nutzer „zu Beginn des Nutzungsvorgangs über Art, Umfang und Zwecke der Erhebung und Verwendung personenbezogener Daten sowie über die Verarbeitung seiner Daten [...]in allgemein verständlicher Form zu unterrichten.“ Die „Weitervermittlung zu einem anderen Diensteanbieter ist dem Nutzer anzuzeigen“ (§ 13 Abs. 5 TMG).

Daraus folgt: Diese Information muss ohnehin auf jeder Website vorhanden sein. Wer Social-Media-Plugins einsetzt, muss für seine Nutzer zusätzlich eine entsprechende Information zu Facebook, Twitter oder Google + usw. integrieren.

2. Einwilligung

Zusätzlich muss von jedem Nutzer die Einwilligung dazu eingeholt werden, dass er mit der Erhebung und Speicherung seiner Daten einverstanden ist – bevor die Daten erhoben werden. Denn: Nach § 12 Abs. 1 TMG darf der Webseitenbetreiber personenbezogene Daten nur erheben und verwenden, wenn das gesetzlich erlaubt oder der Nutzer eingewilligt hat. Eine gesetzliche Erlaubnis für die Datenerhebung über Social-Media-Plugins gibt es aber nicht.

Für die Einholung des Einverständnisses hat beispielweise Heise ein technisches Tool entwickelt. Damit wird sichergestellt, dass die Social-Media-Plugins wie der Like-Button nicht vorab aktiviert sind. Vielmehr kann der Nutzer diese mit einem Klick aktivieren, wenn er die Button nutzen möchte. Informationen dazu können unter http://www.heise.de/ct/artikel/2-Klicks-fuer-mehr-Datenschutz-1333879.html abgerufen werden.

Für die weiteren Vorträge werde ich die Key-Facts der Präsentationen für Euch zusammenfassen.

Wege aus der Not Provided Krise

Florian Stelzner

Florian StelznerFlorian Stelzner ist Geschäftsführer der Wingmen Online Marketing GmbH und hat langjährige Erfahrung als Inhouse-SEO und SEO-Consultant im In- und Ausland.

Bevor der Hummingbird-Algorithmus eingeführt wurde, konnte die Google-Suchmaschine nur einzelne Wörter oder Wortkombinationen statisch, also ohne Sinnzusammenhang, erkennen und bewerten.

Durch das Hummingbird-Update von Google im letzten Jahr hat die Bedeutung der Keywords abgenommen. Hummingbird will mehr Aufmerksamkeit auf jedes Wort in einer Abfrage legen, um damit sicherzustellen, dass die gesamte Abfrage –Satz, Gespräch oder Bedeutung – berücksichtigt wird, anstatt nur bestimmte Wörter. Das Ziel ist, dass die Seiten mit passender Bedeutung besser ranken sollen, anstatt Seiten bei denen nur einige Wörter übereinstimmen.

Florian hat in seinem Vortrag aufgezeigt, dass heutzutage der Fokus nicht auf Keywords, sondern eher auf Themen gerichtet werden sollte.

Hier nochmal der Unterschied zwischen Keywordbasierten- und Themenfokus.

Keywordbasierter Fokus:

  • Fokussiert auf Traffic-Potenzial
  • Ist nur ein Teil des Nutzer-Problems
  • Verleitet zu Redundanzen (Spam)
  • und Termgewichtung und Termfrequenz manuell nachzurüsten

Themenfokus:

  • Fokussiert konkrete Nutzerprobleme
  • Bildet Keywords, Keywordvariationen sowie Synonyme ab
  • Deckt mehrere Keywords ab (Effizienz)
  • Built in Termgewichtung (WDF*IDF)

 

Google/TNS “Consumer Barometer”- Der “Connected Consumer” in globaler Perspektive

Thomas Park

Thomas ParkBeim Vortrag von Thomas Park, Research Manager von Google Deutschland (DACH) ging es um die Konsequenzen für das Marketing, die aus der stetig wachsenden Nutzung von onlinefähigen Geräten resultieren.

Aktivitaeten Smartphone Nutzung in Deutschland

In dieser Grafik werden die Aktivitäten auf Smartphones in Deutschland aufgezeigt, die mindestens einmal die Woche durchgeführt werden. 80% der Smartphone-Nutzer gehen mit Ihrem Gerät ins Internet.

Nutzung von Smartphones weltweit

Hierbei sieht man den weltweiten Anteil der Smartphone-Nutzung sowie den Anteil in Großbritannien, Deutschland, Südafrika und Brasilien.

Suchverhalten auf verschiedenen Endgeräten

Dies ist der Anteil der Internutzer, welche mindestens einmal die Woche Suchmaschinen benutzen. Die Ergebnisse sind verteilt in Desktop-PC / Laptop, Smartphone und Tablet. Die deutschen Ergebnisse werden mit Großbritannien verglichen.

Such und Kaufverhalten im Internet

Inwiefern das Internet bei einer Kaufentscheidung eines Produktes eine Rolle gespielt hat, kann man an dieser Grafik erkennen. Über die Hälfte der Deutschen recherchieren und informieren sich im Internet über das Produkt was sie kaufen wollen.

Die Key-Facts dieses Vortrages waren:

  • Immer mehr Menschen sind online über zusätzliche Bildschirme / Devices.
  • Dies führt zu einem grundlegenden Wandel im Verbraucherverhalten – vom Medienkonsum bis auf die Art, wie wir vor dem Kauf recherchieren.
  • Aber die Rolle des mobilen Kaufens wird etwas unterschätzt: in den meisten Fällen werden Smartphones in Kombination mit anderen Devices verwendet.
  • Eine Zurechnungsproblematik tritt auf: Es ist schwer,die Rolle vom Smartphone bei der Conversion für Online-(letzter Klick) und Offline-Kauf zu bestimmen.
  • Deutschland ist nicht an der Spitze dieses Wandels, aber Veränderungen werden kommen.
  • Jetzt ist die Zeit, um Ihr Unternehmen dafür bereit zu machen.

Wer mehr über den Consumer Barometer und Zugang zu weiteren Statistiken erhalten will, kann unter consumerbarometer.com viele Umfrageergebnisse, die von Google in diesem Jahr durchgeführt worden sind, ersehen.

Von der Suchmaschine zum Googleversum – wie aus einzelnen Teilen ein großes Ganzes wird

Andreas Reiffen

Andreas ReiffenAndreas Reiffen, Gründer & Geschäftsführer der crealytics GmbH, hat über die vergangene und aktuelle Entwicklung von Google als Unternehmen gesprochen.

Die Key-Facts waren:

  • Googles rasantes Wachstum ist primär durch Werbeeinnahmen getrieben (2013: 50,6 Milliarden US-Dollar Umsatz durch Werbeeinnahmen, Restumsatz aus anderen Bereichen betrug 5,0 Milliarden US-Dollar).
  • Durch gezielte Akquisitionen entwickelt Google neue Produkte und baut bestehende weiter aus (Seit 2001 hat Google 172 Unternehmen dazu gekauft).
  • Google sammelt wertvolle Daten, mit denen sich Werbung besser personalisieren lässt.
  • Durch die Integration und Vernetzung einzelner Google-Produkte entstehen Synergien und Markteintrittsbarrieren für Konkurrenten.

Googles jüngste Entwicklungen könnten großen Einfluss auf Travel und Retail haben (Google Wallet, Google Shopping Express, Entwicklung von Hotel Finder und Flight Search usw.)

Ein Teil GoogleversumsEin Teil des Googleversums

Google Shopping Kampagnen: Alter Wein in neuen Schläuchen?

Steffen Walter

Steffen WalterSteffen Walter, Senior Account Manager bei der SoQuero GmbH hat über die Veränderung von PLA Kampagnen zu Shopping Kampagnen bei Google AdWords referiert.

Die Key-Facts:

Ab 01.10.2014 wurden in Google AdWords die PLA-Kampagnen zu Shopping Kampagnen. Was hat sich geändert? In der unteren Tabelle siehst du die aktuellen Änderungen:

Eigenschaft PLA Shopping Campaigns
Struktur
- Campaigns/AdGroups 1:n, nach Produktzielen 1:n, streng hierarchisch nach Ebenen
- Feed Attribute adwords_label (unbegrenzt) custom_label (0-4)
- Produktinformation Nur über Google Merchant Center Direkt in AdWords
Reportingdaten
- Leistungsdaten Produktziele Produkte (Dimensionen)
- Wettbewerbs-Benchmarks Keine Impression Share, CTR, max. CPC
- Suchanfragen Unter Keywords Tab- Direkt als Negatives verwendbar Unter Dimensionen/Suchbegriffe- Nicht direkt als Negative verwendbar
Sonstiges
- AdWords Editor Ja (Bulk Upload) Nein

Wer mehr und detaillierter über die Änderungen erfahren möchte kann in der AdWords Hilfe viele Informationen dazu finden.

SEO for Smart Brands – Searched Content Optimization (SCO)

Sebastian Bungert

Sebastian BungartSebastian Bungart ist bei der UDG Köln GmbH für SEO verantwortlich und hat über Searched Content Optimization (SCO) und den SCO-Prozess gesprochen.

Die Key-Facts:

Die Suchmaschinenoptimierung ist auf relevante Inhalte angewiesen, um gewinnbringende Kundenbeziehungen aufzubauen. Content sollte hochwertig, bedürfnisorientiert, zielgruppenspezifisch und relevant sein. Der SCO-Prozess setzt sich aus drei Elementen zusammen:

  • Kreativität, also zielgruppenspezifische, bedürfnisorientierte und kanalübergreifende Entwicklung kreativer Content-Maßnahmen.
  • Prozess, also Implementierung des SCO-Prozesses
  • Technologie, also die Ausspielung des Contents in relevante und zielgruppenspezifische Kanäle sowie kanalspezifisches Tracking

Der SCO-Prozess besteht aus sechs Einzelprozessen (siehe untere Grafik), die sich in Zieldefinition, Analyse, Content Creation, Content Enrichment, Content Promotion und Cross-Channel Measurement zusammensetzen.

Search-Content-Optimization

01 Zieldefinition: Zielvorgaben könnten z.B. Senkung der Kosten des Kundenservice um 20% oder Erhöhung der Sichtbarkeit in Suchmaschinen für relevante Keywords in den nächsten sechs Monaten.

02 Analyse: Hierzu gehört die Analyse der Zielgruppe, Wettbewerb und Content

03 Content Creation: Diesbezüglich sollte man sich Fragen stellen wie z.B.: Welcher vorhandener Content muss wie überarbeitet werden?, Welcher Content lag bisher nicht vor und muss neu erstellt werden?, Welcher Content kann gelöscht werden?, Welcher Content ist redundant und kann zusammengefasst werden?, Welche Kanäle können zur Verbreitung genutzt werden?
Weiterhin sollte man sich über die Content-Formate, wie bspw. Artikel, E-Books, Videos, White-Papers, Podcasts usw., Gedanken machen.
Zu diesem Punkt sollten auch die Zuständigkeiten, To Do´s, Budget, Tracking, Kanäle, Multiplikatoren geklärt bzw. festgelegt werden.

04 Content Enrichment: Content wird entweder neu produziert oder bestehender Content entsprechend angereichert.

05 Content Promotion: Ziel muss es sein, eine möglichst große, zielgruppenspezifische Reichweite zu generieren. Diesbezüglich können verschiedene Kanäle genutzt werden, wie z.B. Display-Marketing, Partner Portale, Suchmaschinen-Marketing, eigene Website, Blogs, Apps, Offline-Marketing, Newsletter, Social Media usw.

06 Cross-Channel Measurement: Damit ist das kanalspezifisches Tracking gemeint.

Sebastian hat am Ende des Vortrages noch sechs Regeln für SCO genannt:

  • Die Bedürfnisse der Zielgruppe stehen im Zentrum.
  • Qualität schlägt Quantität.
  • Headlines entscheiden über den Erfolg der Inhalte.
  • SEO-OnPage-Basics dürfen niemals vergessen werden.
  • Individuelle und informative Inhalte verlinken sich von selbst.
  • Social und SCO ergänzen sich perfekt.

Fazit

Ich habe den Moderator der Konferenz, Tobias Jungcurt (Geschäftsführer bei der SoQuero GmbH) gefragt, wie er die Search Conference fand:

Tobias Jungcurt„Für mich war das einer der besten Konferenzen seit Jahren, die von der NMG (Neue Gesellschaft Ulm GmbH) organisiert wurde, da sehr viele Top Speaker der Branche referiert haben. Es gab eine gesunde Breite und Tiefe an Search-Themen sowie viele strategische und praktische Tipps. Ich fand die Podiumsdiskussion ein sehr belebendes Element der Veranstaltung. Insgesamt war es für alle Teilnehmer sowohl lehrreich als unterhaltsam, indem ich persönlich viel Spaß gehabt habe. Ich freue mich auf nächstes Jahr.“

Ich persönlich kann mich den Eindrücken von Tobias nur anschließen. Ich konnte einige neue Ideen für meine tägliche Arbeit mitnehmen und habe neue Erkenntnisse in manchen Bereichen gewinnen können. Die Themenvielfalt im Bereich SEO / SEM, präsentiert von Top Speaker, ist sehr gut gelungen. Weiterhin durfte ich sehr interessante Leute kennenlernen. Vielen Dank nochmals an alle Speaker, die meine Fragen beantwortet haben. Somit ist ein super Artikel mit vielen SEO-Tipps entstanden. Ich freue mich ebenso auf nächstes Jahr.

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Carmelo Barbagallo
Carmelo Barbagallo

Carmelo Barbagallo

Carmelo ist Gründer und Geschäftsführer von Local Success und beschäftigt sich seit mehreren Jahren mit Themen, wie lokales Online-Marketing, SEO, Social Media Marketing, Werbung in Suchmaschinen, insbesondere für kleine und mittelständische Unternehmen.